Ausrichtung & Schatten
Himmelsrichtung, Nachbargebäude, Bäume und die jahreszeitliche Sonne bestimmen, wie viel Strom die Fläche tatsächlich liefern kann.
Ein neuer Blick auf Solarflächen
Wenn das Dach nicht alles leisten kann, rückt die Hauswand in den Fokus. Solarmodule an der Fassade können zusätzliche Fläche für eigenen Strom erschließen – vorausgesetzt, Gebäude und Planung passen zusammen.
Für Bestandsgebäude, Neubau und ergänzende PV-Flächen.

DIE IDEE
Bei Fassaden-PV sitzen Solarmodule an der Außenwand eines Gebäudes. Umgangssprachlich heißt das auch „Wandsolar“ oder „Solar an der Hauswand“. Das ist eine Möglichkeit, zusätzliche Flächen zu nutzen, etwa wenn das Dach klein, verschattet oder bereits belegt ist. Die Anlage kann auf einer geeigneten Fassade montiert oder als Teil der Gebäudehülle geplant werden.
Der Unterschied ist wichtig: Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) ersetzt ein Bauteil der Gebäudehülle. Auf eine bestehende Wand gesetzte Module sind dagegen eine aufgesetzte PV-Anlage. Beide Varianten brauchen ein passendes Montage- und Elektrokonzept. Für klassische Dachanlagen finden Sie unsere Photovoltaik-Seite für Berlin.
VOR DER ENTSCHEIDUNG
Ob eine Solarfassade sinnvoll ist, entscheidet nicht ein Schlagwort, sondern das konkrete Gebäude.
Himmelsrichtung, Nachbargebäude, Bäume und die jahreszeitliche Sonne bestimmen, wie viel Strom die Fläche tatsächlich liefern kann.
Untergrund, Dämmung, Statik und Brandschutz beeinflussen die Montage. Gerade bei gedämmten Wänden muss die Befestigung fachlich geplant werden.
Entscheidend sind der erwartete Ertrag, Ihr Verbrauch und die Kosten für Module, Unterkonstruktion und Anschluss – im Vergleich zu anderen nutzbaren Flächen.
REALISTISCH PLANEN
Ein anderes Ertragsprofil: Senkrechte Module erzeugen im Jahresverlauf anders Strom als optimal geneigte Dachmodule. Eine freie Südfassade kann im Winter relativ stärker beitragen; der Jahresertrag liegt im Regelfall unter einem gut ausgerichteten Süddach.
Kein Pauschalpreis pro Quadratmeter: Die Kosten hängen erheblich von Gebäudehöhe, Gerüst, Unterkonstruktion, Fassadenaufbau und Elektroanschluss ab. Ein seriöses Angebot braucht diese Angaben.
Regeln und Förderung im Einzelfall: Baurecht und Denkmalschutz sind zu prüfen. Berlin führt Fassaden-PV in der Förderlinie SolarPLUS L für größere Projekte; die Förderfähigkeit hängt von den aktuellen Bedingungen ab.
SO GEHEN SIE VOR
Eine Fassadenanlage braucht einen genauen Blick auf die Wand. So starten wir gemeinsam.
Nennen Sie uns im Anfrageformular den Standort und beschreiben Sie die Fassade. Falls ein Foto nötig ist, besprechen wir das bei der Rückmeldung.
Wir besprechen Ausrichtung, Schatten, Fassadenaufbau und Strombedarf. Danach klären wir, welche technische Prüfung nötig ist.
Wenn die Fläche geeignet ist, planen wir Montage, elektrische Einbindung und ein nachvollziehbares Angebot für Ihr Vorhaben.
FASSADEN-REFERENZEN
Eigene Fassadenprojekte zeigen wir, sobald Fotos und Projektdaten freigegeben sind. Die Abbildung unten zeigt nur, wie eine Anlage an einer Hauswand aussehen könnte.

Beschreiben Sie uns Ihre Wandfläche. Wir prüfen mit Ihnen, ob eine Fassadenanlage für Ihr Gebäude infrage kommt.
Fassade anfragenHÄUFIGE FRAGEN
Nein. „Fassaden-PV“ beschreibt den Ort der Anlage. BIPV bedeutet, dass die Solarmodule zugleich ein Bauteil der Gebäudehülle ersetzen. Nachträglich aufgesetzte Module sind normalerweise keine BIPV.
Ja, sofern sie Licht erhält. Durch den tieferen Sonnenstand kann eine günstig ausgerichtete senkrechte Fläche im Winter relativ mehr beitragen als im Sommer. Wie viel Strom tatsächlich entsteht, hängt stark von Lage und Verschattung ab.
Das ist möglich, aber die Befestigung muss auf den Fassadenaufbau abgestimmt sein. Tragfähigkeit, Wärmebrücken, Feuchteschutz und Brandschutz gehören in die fachliche Prüfung.
Das Berliner Programm SolarPLUS L nennt Fassaden-PV als förderfähige Sonderlösung für größere Projekte. Ob Ihr Vorhaben die Voraussetzungen erfüllt, sollten Sie vor Projektbeginn anhand der aktuellen Richtlinie prüfen. SolarPLUS in Berlin verstehen ↗
FASSADEN-PV IN BERLIN
Der Standort und ein paar Angaben zum Gebäude reichen für den ersten Austausch. Schreiben Sie im Kontaktformular gern „Fassaden-PV“ in die Nachricht.
Für eine vertiefte Einordnung: Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik, SolarZentrum Berlin: Solaraktive Gebäudehülle und Berlin: SolarPLUS.